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Erweiterter Ölkreislauf (Variante1)

Erweiterter Ölkreislauf (Variante 1)

Die Ölstandszeiten und damit die Ölwechselintervalle einer Maschine werden festgelegt durch die Herstellerangaben, wobei diese häufig nur weitgefasste Richtwerte sind. Bessere Aussagen ergben Ölanalysen. Ölwechsel sind mit Kosten für den Monteur und Stillstandkosten verbunden, so dass der Wunsch besteht, die Intervalle zu verlängern. Das gelingt nur durch eine größere Ölmenge.

Zum Ölvolumen der Motorölwanne wird ein weiteres Volumen eines Zusatzbehälters genutzt. Eine Verdoppelung des ursprünglichen Ölvolumens ergibt eine Laufzeitverlängerung von zusätzlich maximal 50 %. Genaue Werte ergeben wiederum Ölanalysen.

Ein geringer Ölstrom wird aus dem Druckölkreis des Motors in den Zusatzbehälter ausgeleitet. Das nun fehlende Öl im Motor wird ergänzt durch Öl aus dem Zusatzbehälter, so dass nach kurzer Zeit eine Vermischung der beiden Ölvolumina erfolgt. Als Niveauregler hat sich die Serie E20/4 bzw. E25/4 bewährt.

Die Überlaufleitung sorgt dafür, dass der Motor nicht überfüllt wird und im Zusatzbehälter und Motor gleiche Drücke herrschen. Die Entlüftung des Zusatzbehälters erfolgt über die Kurbelraumentlüftung des Motors.

Ob eine Wärmeisolierung des Zusatzbehälters oder dessen Beheizung erforderlich sind, hängt stark von der Betriebsweise ab und muss von Fall zu Fall entschieden werden.

  1. Ölniveauregler E20/4 bzw. E25/4
  2. Motor
  3. Druckleitung
  4. Füllleitung
  5. Überlaufleitung
  6. Ölleitung
  7. Ausgleichsleitung
  8. Magnetventil
  9. Niveauschalter
  10. Drosselventil
  11. Ölschauglas
  12. Heizung
  13. Isolierung
  14. Ölwannenventil

 

Erweiterter Ölkreislauf (Variante 1)